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Der Flugbetrieb in Tempelhof muss eingestellt werden! Deshalb haben heute die Jugendverbände von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, Jusos und Grüne Jugend, spontan und friedlich die Abfertigungshalle des Flughafen Tempelhof besetzt. Damit setzen sie ein spektakuläres Zeichen gegen den Flugbetrieb in Tempelhof. Sie demonstrieren, wozu das Gelände in Zukunft genutzt werden kann.
Dazu erklärt der stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Berlin, Kevin Kühnert:
"Für uns als progressiver, linker Jugendverband ist es selbstverständlich, sich im Vorfeld des Volksentscheides am 27. April offensiv und nachhaltig für ein schnelles Ende des Flugbetriebs auf dem Tempelhofer Feld einzusetzen. Besonders für junge BerlinerInnen stellt das Flughafengelände, dessen Gestaltung der Entwicklung eines kompletten Stadtteils gleicht, eine riesige Chance dar.
Berlin kann bei diesem Projekt beweisen, dass es die Bedürfnisse der überwiegenden Mehrheit seiner BewohnerInnen ernst nimmt. Das bedeutet konkret, dass eine großflächige Nutzung als Freizeit- und Naherholungsareal Kern unserer Forderung ist. Eine weitgehend kommerzielle Nutzung durch den Verkauf von besonders teuren Wohnflächen oder die Etablierung elitärer Kulturviertel lehnen wir ab. Vielmehr müssen Lebens- und Wohnformen in ökologischer und sozialer Verantwortung Ziel unserer Bemühungen sein.
Verbandsübergreifend haben wir heute bewiesen: Junge Berlinerinnen und Berliner setzen sich gemeinsam für die Zukunft ihrer Stadt ein und formulieren klare Forderungen. Für eine zukunftsfähige, soziale und ökologische Stadt, machen wir den Menschen ein Angebot - bunt, kreativ und bestimmt."
Marius Feldkamp, Sprecher der Grünen Jugend Berlin, fügt an:
"Der aktuelle Volksentscheid am 27. April über den Flugbetrieb in Tempelhof untermauert, wie die CDU Politik auf dem Rücken künftiger Generationen austrägt. Sie forciert einen Volksentscheid, welcher niemanden nützt, außer einem kleinen Kreis von Geschäftsreisenden.
Sie unterstützt einen defizitären Flugbetrieb, der aus dem maroden Berliner Haushalt querfinanziert werden muss. Nachhaltige Investitionen - mit Mitteln für Bildung und Schuldentilgung - werden hintenan gestellt. Über den Wolken verjubeln Pflüger und Co. unsere Zukunft.
Es ist darüber hinaus ungerecht, eine Fläche der Größe von 500 Fußballfeldern mitten in der Stadt für nur wenige Auserlesene zu reservieren. Fälschlich wird behauptet, dieser Volksentscheid binde den Senat. Dadurch wird die Idee des Volksentscheides an sich diskreditiert. Volksgesetzgebung muss mehr sein, als populistischer Protest gegen die oder "den" Regierenden. Deshalb rufen wir alle BerlinerInnen auf, am 27. April mit "Nein" zu stimmen und damit den Flugbetrieb in Tempelhof zu beenden.
Wir beginnen schon heute mit der Nachnutzung des Flughafenareals und werben mit unserer Camping-Aktion für einen großen innerstädtischen Campingplatz."
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